Auf dem Weg in die Fußball-Stadt

Am Donnerstag 23.05.19 verlassen wir das Ebro-Delta. Unser nächstes großes Ziel ist die Algarve, bis dahin liegen noch knapp 1000 km vor uns. Wir entscheiden uns für die Route durch das spanische Inland und sagen in Valencia dem Meer vorerst ‚Adios‘!

An der Strecke finden wir einen super Platz zum Übernachten auf einem verlassenen Wanderparkplatz nahe dem Naturpark Reserva Natural de las Hoces del Cabriel. Wir genießen noch etwas die Aussicht, bevor wir uns im Auto verkrümeln.

Der nächste Tag beginnt früh und wir fahren schon 5.30 Uhr los. Dafür gibt es dann Frühstück im Nationalpark Desfiladero de Despeñaperros. Gut gestärkt machen wir eine kleine Wanderung durch die schöne Hügellandschaft und freuen uns an den vielen bunten Blumen und dichtem Wald. Wir spazieren zu einem kleinen Fluß, wo es sogar eine Wiese mit Gänseblümchen für Matilda gibt 🙂 Zurück am Auto merken wir, dass Matilda in der Kraxe einen Schuh verloren hat und so joggt Robert die 6 km nocheinmal, um ihn kurz vorm Fluss doch noch wieder zu finden!

Nach einem kurzen Mittag für Matilda setzen wir unsere Fahrt fort. Das Fahren macht hier besonders Spaß, da die ganze Autobahn nach Sevilla umrahmt ist von üppig blühenden Oliandern in allen Farben. Ansonsten wird die Landschaft allerdings deutlich eintöniger, nur Felder und Plantagen soweit das Auge reicht, kein einziger wilder Baum mehr. Wir müssen eine Wickelpause einlegen und halten in einer Orangenplantage, wo wir gleich ein paar dieser leckeren Früchte sammeln können 🙂

Am Abend erreichen wir Sevilla und gehen auf den einzigen Campingplatz. Alles ist super eng hier, aber es ist ja nur für eine Nacht 😉

Am nächsten Tag möchten wir uns noch ein bisschen die Stadt anschauen bevor wir weiterfahren. Schon auf dem Campingplatz bemerken wir die vielen gut gelaunten Fußball-Fans und erfahren dann, dass heute das Pokalfinale hier stattfindet.. Barcelona vs. Valencia. Der Stadtbesuch ist also geprägt von Horden laut singender Fans aller Altersgruppen, ein Gewusel, Gejohle, Getrommel und Gepfeife, dem man nicht entkommen kann. Wahnsinn diese Leidenschaft der Spanier 🙂 Das Zentrum der Stadt kann man gut zu Fuß erkunden und wir sehen wunderschöne Parks, großartige Paläste und Gassen voller Cafés, die natürlich alle ein super Geschäft mit den Fußball-Fans machen. Leider ist es für eine Besichtigung der Stierkampfarena dann schon zu spät, aber wir sind uns eh nicht sicher, ob man diese Tierquälerei mit dem Eintrittsgeld unterstützen sollte..

So fahren wir gegen Abend noch ein Stück, um nicht nochmal auf dem Legebatterie-Campingplatz übernachten zu müssen. Wir finden einen Parkplatz direkt am Meer kurz vor der portugiesischen Küste und sagen dem Meer gute Nacht.

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